
Als ich neulich auf der Autobahn einen äußerst auffalenden orangenen offenen Wagen sah, war mein Interesse geweckt. Das Fahrzeug sah wie ein 2 sitzriges Formel 1 Auto mit Straßenzulassung aus. Nach weiteren Internetrecherchen stellte es sich heraus das es der neue X-BOW des österreichischen Sportfahrzeughersteller KTM war. Damit leitet KTM eine neue Ära des Unternehmens ein, denn es ist das erste Auto welches das Unternehmen herstellt.

Der X-BOW ist ein 790 kg leichtes Supersportfahrzeug mit Straßenverkehrzulassung. Den Sprint von 0 auf 100 km/h schaft das Kraftpaket mit seinem 177 kW (240 PS) starken Audi 2.0 TFSI Motor in nur 3,9 Sekunden.

Am Wagen sucht man vergeblich nach Dach, Türen, Windschutzscheibe sowie weitere Austattungsmermale. Nur einen 70 Millimeter hohen, transparenten Windabweiser ist der einzigste Luxus den der Fahrer genießen kann. Somit wird das Fahren mit dem KTM X-BOW zu einem Erlebnis, das in seiner Unmittelbarkeit sonst einzig auf Motorrädern oder in Formel-Rennwagen zu finden ist.

Der Wagen besteht aus einem Kohlefaser-Monocoque wie man es auch aus der Formel 1 kennt. Dabei greift KTM auch auf das Knowhow von Entwicklungspartner Dallara zurück. Dabei wird für den KTM X-BOW entwickelte Monocoque nicht nur extrem stabil, sondern durch eine integrierte Crashbox auch sehr sicher.

Hinter dem Konzept und der unverwechselbaren Linienführung des KTM X-BOW steckt KISKADESIGN. Die Ideenschmiede von Gerald Kiska ist seit Mitte der neunziger Jahre eng mit KTM verbunden. Die wenigen Karosserieteile sind „Floating Elements“. Sie vermitteln eine ideal mit dem Konzept des Wagen korrespondierende Leichtigkeit und Einfachheit.

Für den Antrieb konnte KTM die Audi AG als Partner gewinnen. Der 2.0 Liter TFSI-Audi-Motor zeigt sich im KTM X-BOW mit starker Leistung: Das kräftige Drehmoment von 310 Newtonmeter gipfelt auf einem breiten Plateau, das sich auf den Drehzahlbereich zwischen 2000 und 5500 U/min erstreckt. Die Spitzenleistung von 177 kW (240 PS) wird bei 5500 U/min erreicht.

Den KTM X-BOW gibt es in 4 verschiedenen Klassen: Street, Clubsport, Superlight und GT4. Auch so sind aufsteigend sind die Preise geordnet. Somit muss man für einen X-BOW in den Grundausstattungen: 63.629,30 Euro, 71.376,20 Euro, 95.176,20 Euro und 98.651,00 Euro hinblättern.

Dafür bekommt man ein Fun-Fahrzeug der Extraklasse mit einem Sprit-Verbrauch von nur 7,2 l.

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Die Karre hatte ich auch vor ein paar Tagen in Dortmund gesehen. Interessante Infos dazu zusammen getragen.
Nettes Zwangscaprio mit viel Dampf! Reicht allemal um an der Ampel Porsche und Co zu verblasen
Alktagsnutzen=0 Spassfaktor=100
@Tamer: Scheint aus Marketing-Gründen unterwegs zu sein. Anders wäre mir das Fahrzeug auch nie aufgefallen.
@tobiCOM: Sehr schön ausgedrückt!
Nur 7,2 Liter Verbrauch?! OMG… Faszinierend, was mit heutiger Motorentechnologie an Leistungs- und Verbrauchswerten machbar ist.
@Martin: naja, wenn keine Windschutzscheibe usw da ist, bedeutet das auch geringeren Luftwiderstand, weniger Gewicht ergo weniger Spritverbrauch. Ein Motorrad kommt schließlich auch mit 4 Litern Sprit aus.
Der Wagen sieht schon richtig nach Spaßfaktor aus, mich ärgert dabei immer nur, daß die deutschen Autohersteller nicht endlich auf die Idee kommen, tolle und geile Sportwägen mit Elektroantrieb zu bauen. Der Tesla aus USA wird heuer ein Knüller…
P.S.: Gemeint war natürlich, der verwendete Motor von Audi . Daß das Auto von der österreichischen Firma gebaut wurde ist mir nicht entgangen.
@Trixi: Aber gerade wenn keine Windschutzscheibe verbaut ist, sollte doch der cw-Wert höher sein, oder? Dadurch ist die Karosserie ja nicht mehr so windschnittig, weil mehr Luftverwirbelungen auftreten. Korrigiere mich, wenn ich auf dem Holzweg bin, aber so hab’ ich es immer gelernt. Beim Motorrad könnte ich mir denken, dass der Verbrauch aufgrund des geringeren Gewichts so niedrig ist.
@Martin:
kann natürlich auch sein, wobei im Artikel schon irgendwas von einem „ 70 Millimeter hohen, transparenten Windabweiser“ . Wahrscheinlich sorgt der dann auch für einen besseren cw-Wert.
790 kg ist aber auch nicht ein sonderlich hohes Gewicht, denke schon, daß sich das auf den Spritverbrauch auswirkt, wobei ich auch kein Auto-Experte bin.
Ich hätt’s auf jeden Fall besser gefunden, wenn das Teil von einem Elektromotor à la Tesla angetrieben werden würde. Paßt mehr in der heutigen Zeit.